Die Experten sind sich einig: Open Access wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, um den Glasfaserausbau in Deutschland schnell und effizient voranzubringen. Doch in der Praxis stockt die Umsetzung. Woran liegt das – und was muss geschehen, damit Open Access wirklich funktioniert? Erfahren Sie mehr dazu in der Open Access Studie 2025.
Die Studie wurde im Auftrag von conology, Digpro und m3 unter der Leitung von Prof. Dr. Jens Böcker durchgeführt. Grundlage der Analyse sind 48 Interviews mit Expert:innen aus der Telekommunikationsbranche, die im Zeitraum von Januar bis April 2025 geführt wurden. Ergänzt wurde die Auswertung durch umfassende Marktanalysen. Die Ergebnisse bieten fundierte Einblicke und liefern Antworten auf die wichtigsten Fragen zur Zukunft von Open Access.
Übergreifend sind sich die Expert:innen einig: Open Access wird künftig eine zentrale Rolle spielen, um den Glasfaserausbau in Deutschland schnell und effizient voranzutreiben.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Bestehende Netze werden besser ausgelastet, paralleler Netzausbau – der sogenannte Überbau – wird vermieden, und neue Geschäftsmöglichkeiten entstehen.
Gleichzeitig sehen die Expert:innen Herausforderungen in der Umsetzung – etwa hohe Anfangsinvestitionen, fehlende Standardisierung von Prozessen oder komplexe IT-Anforderungen.
Plattformlösungen werden als Chance erkannt. Für ihre erfolgreiche Etablierung braucht es jedoch klare wirtschaftliche Anreize, eine einfache technische Anbindung und verbindliche Standards.
die strategische Entscheidungen treffen und neue Geschäftsmodelle rund um Open Access evaluieren.
die als Stimme der Industrie agieren, den Austausch zwischen Marktteilnehmern fördern und regulatorische Rahmenbedingungen mitgestalten.
die durch ihre Weichenstellungen und ihren gesellschaftlichen Einfluss maßgeblich dazu beitragen können, faire, effiziente und nachhaltige Strukturen im Glasfaserausbau zu etablieren.
Die conology GmbH mit Sitz in Frankfurt ist ein spezialisiertes IT-Beratungs- und Entwicklungsunternehmen, das sich der digitalen Transformation und Prozessautomatisierung im Telekommunikationssektor verschrieben hat. Als spezialisiertes IT-Beratungs- und Entwicklungsunternehmen verbindet conology tiefgreifendes Branchenwissen mit zukunftsweisender Technologie.
Ein zentrales Thema im Leistungsportfolio von conology ist die praktische Umsetzung von Open Access im Glasfasermarkt durch SaaS-Angebote für Clearing, WBCI, WholeSale und HomeID.
Das schwedische Softwareunternehmen Digpro ist für die technische Entwicklung der Handelsplattform CESAR2 in Schweden verantwortlich – einer zentralen Komponente für den erfolgreichen und schnellen Glasfaserausbau des Landes und die praktische Umsetzung von Open Access.
CESAR2 ist eine digitale Plattform, auf der Anbieter und Nachfrager von Glasfaserressourcen zusammenfinden. Sie ermöglicht eine standardisierte, automatisierte und sichere Abwicklung von Handelsprozessen und schafft so effiziente Marktbedingungen für einen offenen Netzzugang.
Mit Fibe-X bietet Digpro nun eine vergleichbare Lösung für den deutschen Markt an. Die Plattform basiert auf den in Schweden bewährten Prinzipien und unterstützt TK-Unternehmen dabei, Open Access effizient und digital umzusetzen – mit dem Ziel, Transparenz zu schaffen, Prozesse zu vereinfachen und den Glasfaserausbau nachhaltig zu beschleunigen.
ETC ONE betreibt modulare cloudbasierte BSS/OSS-Lösungen zur Unterstützung weitgehend automatisierter Telekommunikations- Prozesse für das Wholesale- und Retail-Geschäft. Mit der „ONE OPEN ACCESS CLOUD“ bietet das Unternehmen den kompletten internen Maschinenraum für Breitband-Carrier als Managed Service an. Auf Basis einer hohen Standardisierung aller internen und externen Ende-zu-Ende-Prozesse und Nutzung von Standard-Schnittstellen stellt ETC ONE schnell und effizient die technischen Voraussetzungen und Grundlagen für erfolgreiche direkte Open-Access-Kooperationen und die Anbindung an Transaktions-Plattformen bereit.
m3 management consulting ist der führende Transformationspartner für Unternehmen mit netzbasierten Geschäftsmodellen im Energie- und Telekommunikationssektor in der DACH-Region. Wir entwickeln individuelle End2End-Lösungen für strategische, technologische und organisatorische Herausforderungen.
Im Bereich Open Access unterstützen wir Telekommunikationsunternehmen bei der Entwicklung von Business & IT Strategien und deren Umsetzung. Zum Beispiel bei einer Auftrennung in eine ServCo-/OpCo-Gesellschaft oder die Anbindung von OA-Plattformen.
Von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung begleiten wir unsere Kunden bei der erfolgreichen Öffnung und Monetarisierung ihrer Netze. Unser Ziel: nachhaltige Geschäftsmodelle und effiziente Prozesse für eine leistungsfähige Open-Access-Zukunft.
Die Plusnet GmbH, eine Tochtergesellschaft der EnBW, ist ein deutsches Telekommunikationsunternehmen mit Fokus auf Geschäftskunden. Plusnet betreibt eine eigene, bundesweite Netzinfrastruktur und verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im Betrieb unterschiedlicher Breitband-Technologien. Auf Basis ihres umfassenden Know-hows stellt die Plusnet Gruppe mehr als 40.000 Geschäftskunden jeder Größenordnung zuverlässige und hochsichere Sprach- und Datendienste zur Verfügung.
Darüber hinaus agiert Plusnet als Vermittler zukunftssicherer Netze: Über die bundesweite offene Connectivity-Handelsplattform Netbridge können Partner eigene Glasfasernetze bzw. andere Infrastrukturen besser auslasten oder zusätzliche Reichweite für eigene Services gewinnen. Das Unternehmen mit Sitz in Köln beschäftigt rund 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an insgesamt zehn deutschen Standorten.
Die vollständige Studie ist als inhaltlich vertieftes Whitepaper verfügbar. Nach dem Ausfüllen des Formulars erhalten Sie per E-Mail den Link zum Dokument.